Das Programm der politischen Phänomenologie (PpP) ist ein akademisches Versuchsprojekt, welches zum Ziel hat innovative Ideen und Beiträge theoretischer und methodischer Art für die Feldforschung über Internationalen Beziehungen (IB) zu liefern.
Durch eine eigene Methode, die der philosophischen Tradition der phänomenologischen Schule Edmund Husserls folgt und die theoretischen Beiträge der FORM- und GESTALTSPYCHOLOGIE Max Wertheimers aufgreift, bildet PpP ein System der Objektivierung von Fakten und Prozessen, die in die verschiedenen, manchmal widersprüchlichen, Forschungsprogramme der IB integriert werden können.
Die phänomenologische Methode bringt uns die “Sachen an sich” näher, indem sie sie von den vorgegebenen “Formen” der Information (in- forma) befreit und die Berichte über die Welt in eine phänomenologischen Triade zerlegt: Fakte, Daten y und Diskurse. Des-Adverbialisierung, Des- Adjektivierung, Des-Metaphorisierung und Auflösung der kausalen Verbindungen sind seine methodologischen Grundpfeiler.
Diese Theorie der Formen erlaubt es uns, verbleibende Fakten, Daten und Diskurse in einer neu entstandenen Form, wieder zu integrieren und in einen theoretischen Rahmen zu setzen. Dieser stellt Variablen und Systeme ausgewählter kausaler Zusammenhänge und besonders Manifeste durch den Analisten auf den Prüfstand.
Über die theoretische Bereicherung und die epistemologische Debatte in den IB hinaus, trägt PpP zum wissenschaftlichen Verständnis der internationalen Realität bei, indem die methodologischen Axiome auf die Bewertung der relevantesten, fragwürdigen Umstände unserer Zeit angewendet werden. Ausgehend von PpP wird die alle drei Monate erscheinende Ausgabe unserer “Reportes” (Berichte), in Zusammenarbeit mit den thematischen und geographischen Forschungsgebieten von CAEI, geleitet und koordiniert.